„TSV-Meisterinnen“ bleiben in der Landesliga

Durch den gestern vom Verbandstag des FVN offiziell beschlossenen Abbruch der Saison 2019/2020 steht fest: Die 1. Damenmannschaft des TSV Kaldenkirchen darf sich inoffiziell „Meister“ dieser (Teil-)Spielzeit nennen, die Anfang März aufgrund der Corona-Pandemie zunächst unterbrochen und nun ohne weitere Spiele beendet wurde.
Mit großer Mehrheit stimmten die teilnehmenden Vereine für den Saisonabbruch, in dem es keine Absteiger, jedoch teils mehrere Aufsteiger gemäß unterschiedlicher Tabellenstand-, Herbstmeister- oder Quotientenreglungen gibt.

In der Landesligagruppe der TSV-Damen steht das Team vom Trainergespann Marijke Hardt und Nadine Timmermanns nach allen genannten Regelungen als erster Aufsteiger fest. Von dieser „Option“ wird man jedoch keinen Gebrauch machen. Denn nach realistischer Analyse aller Aspekte wird der TSV Kaldenkirchen auf einen Aufstieg in die Niederrheinliga verzichten. Grund für diesen Schritt ist insbesondere der laufende Umbruch im Kader und die Einschätzung der eigenen Stärke, die man nach den Erfahrungen aus der letzten gespielten Niederrheinliga-Saison nicht für konkurrenzfähig einschätzt.
Trainerin Marijke Hardt erklärt die Entscheidung wie folgt: „Wir konnten uns in der Corona-Pause lange mit dem Thema beschäftigen und somit auch von jeder einzelnen Spielerin ein Meinungsbild einholen. Hiernach sehen die meisten Spielerinnen, trotz des ersten Tabellenrangs in der Landesliga, nicht das Potential um in der Niederrheinliga mit der starken Konkurrenz mithalten zu können. Wir wollen den Mädels beim TSV weiterhin den Spaß am Hobby Fußball vermitteln und sehen hierzu in Bezug auf die realistische Kaderstärke die Landesliga als optimale Plattform.“
Hierbei will man von den anderen Teams der Landesliga nicht als „Übermannschaft“ verstanden werden, die es sich in der Landesliga so einfach wie möglich machen will. „Eine Übermannschaft waren wir zuletzt nicht und werden es auch in der kommenden Saison nicht sein! Fast alle Duelle – selbst gegen Abstiegskandidaten – waren oft sehr enge Spiele in denen wir niemals einen Gegner „an die Wand“ gespielt haben und am Ende oft nur denkbar knapp unsere Punkte aufgrund des großen Teamwillens gewannen.“, so Hardt weiter.

Mit der Entscheidung geht das Team, auch unter Berücksichtigung einiger Kaderveränderungen, den Weg der Vernunft und nicht den Weg des maximalen Erfolgs, damit man den vielen jungen Nachwuchsspielerinnen auch in den kommenden Jahren die besten Entwicklungsmöglichkeiten bietet. Dennoch will man natürlich wie zuletzt durch gezielte und fleißige Trainingsarbeit das Bestmögliche aus dem Team herausholen.